SC Basel Nord A vs FC Kaiseraugst

By 06/09/2015

Recap

SC Basel Nord A 5-6 FC Kaiseraugst

Zuschauer: 26

Aufstellung BN: Stöckli; Mati, Kaiser, Joe, Rene; Nacho, Measor, Heutschi, Dan; Jock, Andi

Einwechslungen: Armands, Milan, Mike, Nino

Tore BN: 1:3 Heutschi (Pen.), 2:3 Jock (Heutschi), 3:6 Measor (Andi), 4:6 Andi (Jock), 5:6 Nacho

Bemerkungen: BN ohne Luca, Brian, Juan, Leuggi

Wo anfangen mit Erklärungen nach so einem Spiel? Nach einem Spiel mit tausend und einer Geschichte? Nach einem Spiel das Helden hervorbrachte und diese Helden wieder zu Deppen werden liess. Nach einem Spiel in welchem die Offensivabteilung der Eisbären 5 Tore erzielte, aber die Möglichkeiten auf noch mehr Tore gehabt hätte, so wie man die Abwehrreihen von Kaiseraugst immer wieder durcheinander wirbelte. Ein Spiel, in welchem die bisher so sattelfest wirkende Abwehr der Eisbären meist nur die Hacken ihrer Gegenspieler zu Gesicht bekam, weil eben diese Gegenspieler wieder einmal zu schnell waren.

Alle Geschichten dieses Spiels aufzuschreiben würde den Server dieser HP komplett überlasten, darum versucht der Schreiberling sich auf die wesentlichen Sachen zu beschränke. Es gab auch davon genug…:

Begonnen haben die Eisbären dieses Spiel dermassen überlegen, dass man als neutraler Beobachter Mitleid mit den Gästen hätte bekommen können. Der Ballbesitz der Eisbären lag im jenseits der 80%, man war spielerisch besser, war gedanklich schneller als der Gegner und man konnte sich immer wieder in die gefährliche Zone von Kaiseraugst spielen. Jock vergab eine erste Chance und nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Andi und Nacho schlenzte Heutschi den Ball unhaltbar in die linke Ecke. Die vermeintliche, hochverdiente Führung? Mitnichten, denn der Schiedsrichter sah zuvor ein Foulspiel von Nacho. Wo er dieses Foulspiel gesehen haben will, bleibt wohl ein Rätsel.

Noch rätselhafter war die Tatsache, dass es wenige Minuten später 0:3 aus Sicht der Eisbären stand.

Wie konnte dies passieren? Was ist bloss in den 10 Minuten geschehen? Nun ja, irgendwie müssen die Eisbären in einen zehn minütigen, verfrühten Winterschlaf gefallen sein. Anders sind die 3 Gegentore innerhalb von kürzester Zeit nicht zu erklären. An Slapstick zu überbieten waren sie jeden Falls nicht. Nur als Beispiel sei hier das 0:1 beschrieben. Mati erobert sich den Ball am eigenen Strafraum von seinem Gegenspieler und wird von diesem gefoult. Da der Ball in den Reihen der Eisbären blieb, entscheidet der Schiedsrichter auf Vorteil (was am eigenen Strafraum sicherlich auch eine zumindest kreative Entscheidung ist). Anstatt sich weiter auf das Spiel zu konzentrieren, ist ein grosser Teil der Hintermannschaft von BN so erbost, dass sie kurzzeitig Raum, Zeit und vor allem den Ball vergisst und diesen so einem Spieler von Kaiseraugst auf dem Silbertablett serviert. Dass der darauffolgende Schuss aus 25 Metern im hohen Eck einschlägt, obwohl der Schuss wahrscheinlich als Flanke gedacht war, passt ins Bild…

Es stand also 0:3 zu einem Zeitpunkt als es eigentlich 3:0 hätte stehen müssen. Was man den Eisbären nicht vorhalten kann, ist die Tatsache dass sie sich aufgibt. Aus den ersten beiden Spielen der Saison auch resultierten immerhin 4 Punkte, obwohl man auch hier jeweils einem Rückstand hinterher laufen musste. So war die Reaktion auch dieses mal erfreulich. Kurz nach dem dritten Gegentor entschied der Schiedsrichter nach einem Eckball und dem darauffolgendem Getümmel im Strafraum auf Elfmeter für die Eisbären. Heutschi verwandelte sicher zum Anschlusstreffer. Kurz vor der Pause dann eines der Highlights des Spiels: Heutschi vernaschte auf der Grundlinie und auf dem Radius eines Bierdeckels hintereinander vier (!) Gegenspieler und liess diese zu ungläubigen Slalomstangen werden, bevor er den Ball auf Jock zurücklegte, welcher zum 2:3 traf.

Dann die Pause. Durchschnaufen. Und im Wissen dass man wieder völlig im Spiel war und dass man die bessere Mannschaft stellte, ging man optimistisch in die zweite Halbzeit.

Und diese verlief erschreckend ähnlich wie die erste. Wieder war man besser, wieder hatte man Chancen und wieder vergab man diese zu leichtfertig. Und wie auch in der ersten Halbzeit reichten dem Gast aus Kaiseraugst 3 Befreiungsschläge aus der eigenen Hälfte um alleine auf das Tor zu ziehen und das Skore innerhalb weniger Minuten auf 2:6 zu erhöhen. Ungläubig über das irrwitzige Resultat und den irrsinnigen Spielverlauf rafften sich die Eisbären erneut auf. Zwischen der 80. Minute und der 88. Minute erzielte man 3 Tore, welche zum Teil wunderschöne herausgespielt waren und wo man das enorme Potential dieser Mannschaft deutlich sah. Andi mit einer präzisen Flanke auf den Kopf von Pittbull Measor: 3:6. Jock mit einem Traumpass auf Andi: 4:6. Nacho mit einer fulminanten Direktabnahme Marke Traumtor zum 5:6. Und dann? Ja dann eine Szene welche typisch ist für BN und wenn es nicht tragisch wäre müsste man lachen… Es gab noch mal Elfmeter, die Chance zum 6:6. Ein Traum, einer der grössten Comebacks der Fussballgeschichte lag zum greifen nah. Heutschi, dieser sichere Elfmeterschütze lief an und… traf nicht. Dass der Nachschuss reinging und der Schiedsrichter aus unerfindlichen Gründen auf Abseits entschied, passte ins Bild. Das zweite reguläre Tor dass BN an diesem Tor aberkannt wurde und dass die bittere 5:6 Niederlage besiegelte.

Das Spiel bot alles was diesen Sport zum beliebtesten auf diesem Planeten macht: Drama, Spektakel, schöne Tore, aberwitzige Abwehr- und Torhüterfehler, vergebene Torchancen, Fehlentscheidungen und Emotionen. Leider mit dem falschen Sieger aus Sicht der Eisbären…

The Art of shooting yourself in the foot.

Stop me if you think you’ve heard this one before; SC Basel Nord are comfortably in control of a game, are clearly the better side and then somehow manage to become embroiled in an absolutely ridiculous game ultimately ending in massive disappointment. Sound familiar? The Bears remind me of a song by an old English alternative rock band, The Smiths – That Joke Isn’t Funny Anymore, ‘I wish I could laugh, But that joke isn’t funny anymore, It’s too close to home, And it’s too near the bone’.

Kick-off

A slightly damp pitch at our home Rankhof saw the arrival of Kaiseraugst for an 11am start on Sunday morning. The Kaiseraugst team was a very youthful one with the exception of a portly veteran centre half, but by and large they looked eager and energetic as opposed to the slightly haggard faces of the Bears veterans, with an average age of 30 and mental age of 19, the Bears were expectant of a good result in this fixture. The game started very positively for the Bears and despite Kaiseraugsts obvious pace and exuberance, the Bears were almost immediately in control of the game. This was personified after five minutes of possession play with a lovely turn on the edge of Kaiseraugsts box by Hunt, reminiscent of when Denis Bergkamp explained to Nikos Dabhisarse how football should be played. Hunt was adamant after the game the turn was intentional. This led to a resulting corner and a lot of pressure for the next 15 minutes with Hunt, Andi and Jock all forcing saves from the opposition goalkeeper.

SC Basel Nord 0 – 1 FC Kaiseraugst.

SC Basel Nord 0 – 2 FC Kaiseraugst.

SC Basel Nord 0 – 3 FC Kaiseraugst.

Right, lets get this over with. Where to start. To shoot yourself in the foot is to make a situation inadvertently worse for yourself. In this instance it was probably closer to taking a f*cking chainsaw to both our f*cking legs. I’m finding this painful so I’ll be quick, the first one wasn’t actually our own fault for a pleasant change, a long ball led to Matti winning the ball and getting ready to clear, he was fouled from behind and fell on his face, Hunt, Matti, Measor and captain Joe all looked to the ref as their striker decided to shoot from an acute angle well outside of the box around 30 yards which flew into the very join of the crossbar and post. Considering this an injustice and fluke similar to JTVs goal last week, the Bears weren’t really concerned by the opening goal.

Within 10 minutes we had conceded another two. A long ball over the top led to a catastrophic error of judgement from a defender and goalkeeper, a breakdown in communication led to neither dealing with a ball and their ridiculously fast striker to skip past and kick the ball into an empty net. Two minutes after that another long ball was misjudged and then missed allowing Usain Bolts younger, faster brother to put the ball into an empty net. The Basel Nord faithful were more bemused than angry at the sheer calamity of the goals conceded. From dominating a football game to being 3-0 down in ten minutes. Didn’t know whether to laugh or cry.

SC Basel Nord 1 – 3 FC Kaiseraugst.

There’s one thing if nothing else that is beyond question with the Bears. They have heart. The fightback started and pressure recommenced on the Kaiseraugst goal, a corner was awarded and fired in towards the edge of the box by Hunt, as the skipper Joe attacked the ball a Kaiseraugst player for reasons unknown or perhaps out of just sheer stupidity decided to trip over Andi the Bears striker and the referee being directly in front of him had no choice but to point to the spot. Heutschi collected the ball and rifled it into the bottom left hand corner after sending the keeper the wrong way, the Bears grabbed the ball and ran back to their half.

SC Basel Nord 2 – 3 FC Kaiseraugst

On Sunday pitches around the world there are countless moments of stupidity and ridiculousness, but few and far between are moments of genuine class. There’s the odd incredible lucky goal but in terms of moments of real quality, you can be hard pushed to find one. Just before the half-time whistle, step up Basel legend Michi Heutschi, collecting the ball on the left wing he strapped on some dancing shoes and invited most of the Kaiseraugst to the Michi Heutschi Show, all they had to bring was their boots and a tub of vaseline. On the byline he managed to take it past one and get into the box and their defenders piled back to stop him, he then went past another and on approach to the six-yard box whilst still on the byline he ghosted past another player before dinking a little ball inside for Jock to power past two defenders and smash into the net. Magic.

After this moment of quality, right-midfielder Hunt thought he should bring the level back down to normality and went in quite recklessly to a 50-50, receiving not only 6 studs from a centre-half, an injury forcing him to be substituted but some lovely heart-warming messages of concern from Kaiseraugst well-wishers complete with some foreign hand gestures I’m sure mean get well soon. Armands replaced Hunt, out of the frying pan into the fire for the Kaiseraugst defence.

Half-time

A team talk from Studi and Roli galvanised the Bears and they were brimming with confidence. Kaiseraugst returned to the pitch looking nervous against the Bears who had the bit between their teeth. We can steal an after match quote from Nacho to describe this next section – ‘how to snatch defeat from the jaws of victory’.

SC Basel Nord 2 – 4 FC Kaiseraugst.

SC Basel Nord 2 – 5 FC Kaiseraugst.

SC Basel Nord 2 – 6 FC Kaiseraugst.

Yeah you read it right and no I have no idea what happened or how to explain it. Long ball after long ball came over, and time after time, mental lapses and mistakes cost us. Granted they had two unbelievably quick forwards and we were pressing them high up the pitch which left us exposed, however I still cannot explain this. Passes went astray, positions were forgotten and the team was all over the shop until the sixth goal went in. Then guess what happens next.

SC Basel Nord 3 – 6 FC Kaiseraugst

Good play from the industrious Andi on the right led to a ball being whipped in and Colchester born Dan Measor bulleting a header past the Kaiseraugst going. When I use the word header, I use it loosely, a more accurate description could be he attacked the ball and on his leap in the air, due to missing previous headers he decided the best way to approach this one was to take the ball smack bang on the schnoz and lips and pray it went in. Which it did. A moment of real energy and power seemed to bring a new sense of strength to the Bears and the fightback began in earnest.

SC Basel Nord 4 – 6 FC Kaiseraugst

A wonderful goal from the Bears which showed everything good about their start to the season. Kaiser receiving the ball in defence was composed and looked for the short ball into Heutschi, some short passing and the ball came to Jock, he turned and Andi made a great run across the back four, Jock slid the ball through which he ran onto and calmly finished into the right hand side of the net with his left foot, great team goal and a great finish. Kaiseraugst had their backs against the wall now and were up against it.

SC Basel Nord 5 – 6 FC Kaiseraugst

Approaching the last ten minutes a corner was whipped in from the right (Nacho was later to claim that the assist came directly from God and that the ball came straight from heaven, directly to his left foot, where he was told by God – ‘Nacho be Nacho, always), a flick from a Kaiseraugst defender saw the ball drop at the golden left foot of Nacho who promptly dispatched it into the net. All hell broke loose on the touchline, with the one constant theme running through all shouts, was get the ball, get back into position and get the equaliser!

Time was running out. Like every story worth reading, it’s at the very pinnacle of the crescendo when the last twist occurs, and was there to be a final tale in this Basel Nord story? There was.

Penalty.

A long throw saw Jock get pushed with two hands in the back and sandwiched between two players whilst leaping for a header, the ref blew the whistle and whilst the Bears cheered Kaiseraugst were incensed. Never one to shirk responsibility, Heutschi went and got the ball. Faced with intense pressure and the hopes and dreams of thousands of the Bears fans, he stepped up to take the penalty in the last ten seconds of the game. Disaster struck as his penalty was saved low down to the keepers left, but wait, Andi bursting through slid and hooked the ball back towards goal which this time Heutschi buried into the back of the net.

SC Basel Nord 6 – 6 FC Kaiseraugst.

The final whistle blew with the Bears and their fans in raptures at the greatest comeback since Ismaili Lulli announced his return from retirement. Yeah so I’ve wrote that to make myself briefly happy, but who am I convincing, I am writing about Basel Nord here?! Alas, never was there a story of more woe than when that of Basel Nord and her Romeo. Her Romeo; Heutschi was judged offside when he smashed in the shot from Andi after the penalty. How this is physically possible no-one knows, how it was given offside, no-one knows, how the Bears didn’t win this game, no-one knows.

Final Whistle – SC Basel Nord 5 – 6 FC Kaiseraugst

All I do know is that nothing is ever simple with the Bears, and if something needs doing, it’s best to do it in the most difficult way humanly possible. Actually there is something else I know about the Bears, they have more heart and fight in them than the rest of the leagues combined, a special team for special players. The word special here could probably be defined in different ways but nevertheless – we are a one-off, and whether we get promoted or not, come the end of the season, we’ll all still be the Bears.

After all, you can’t change who you love.

dh

Ground

Stadion Rankhof
Grenzacherstrasse 405, 4058 Basel, Switzerland